Die Großeltern Gotthelft
Mein Großvater Herz Gotthelft, geb. am 19. September 1790, war der einzige Sohn, ich glaube sogar das einzige Kind. Als ich geboren wurde, war er bereits ein hoher Sechziger, auch meine Großmutter, Julie, geb. Simon, aus Dresden, geb. 3. September 1797, war zu jener Zeit eine ältere Frau. Trotzdem hatte ich das Glück, in meiner Jugend manche schöne Tage in dem Hause der Großeltern verleben zu können, und ich denke noch heute besonders gern an die jüdischen Feiertage zurück, die in diesem Hause in wahrhaft religiöser Weise begangen wurden.
Die Großeltern wohnten in der Mittelgasse 31, dem Stammhause der Firma Gebr. Gotthelft, und zwar im ersten Stock. Nach der Straße zu enthielt die Wohnung zwei schmale, kleine Zimmer; an der Treppe lag die dunkle Küche, die so klein war, daß außer dem Mädchen niemand darin arbeiten konnte. Nach dem Hofe zu lagen zwei Schlafzimmer. Aus diesen Räumen bestand die gesamte Wohnung. Der Fußboden in den vorderen Räumen ging sozusagen bergab, so baufällig war das alte Haus; aber Gemütlichkeit herrschte stets in den großelterlichen Räumen, besonders wenn abends die ganze Familie dort versammelt war.
Mittelgasse 31,
Wohnsitz der Eheleute Julie und Abraham Herz.
Zeichnung von Frieda Sichel, ca. 1908.
Meine Großeltern hatten sechs Kinder, drei Söhne, Karl, Adolph und Siegfried, der als junger Mann starb, sowie drei Töchter: Sara, Emilie und Antoinette (Nettchen genannt). Sara heiratete einen Tapezierer namens Meyer, der im Jahre 1848 nach kurzer Ehe an der Cholera starb. Dieser mit zwei Kindern (Minna und Adolf) zurückgelassenen Witwe eröffneten die Brüder in dem Hause Mittelgasse 31 einen Kurzwarenladen, damit sich die Tante, so gut es eben ging, ernähren konnte. Sie starb Anfang der 60er Jahre. Ihre Tochter Minna führte dann das Geschäft weiter, bis der Laden später für die Buchdruckerei gebraucht wurde. Adolf ging, nachdem er seine Lehrzeit durchgemacht hatte, nach Amerika, wo er zeitlebens blieb. - Emilie heiratete einen Herrn Simon Hirschel in Dresden, der Besitzer eines Hotels, dann Konditor und schließlich Lotteriekollekteur war.
Trotzdem es diesem Ehepaar recht knapp ging, verstand es doch, seine Kinder (Alfons, Bertha, Isidor und Anna) zu fleißigen und tüchtigen Menschen zu erziehen - Nettchen heiratete einen Herrn Löwenstein in Bad Ems, der ein Spezereiwaren- und später ein Goldwarengeschäft betrieb; daneben vermieteten sie Zimmer an Badegäste. Auch ihnen ging es sehr knapp, doch konnten die Kinder (Seligmann, Sophie, Clara, Leopold, Rosa, Dorothea, Valerie), denen es später allen sehr gut erging, ihren Eltern einen angenehmen Lebensabend bereiten. - Über das Ergehen der beiden Söhne Karl und Adolph berichte ich an anderer Stelle, nur das möchte ich hier schon erwähnen, daß beide an ihren Eltern in musterhafter Weise gehandelt haben.
Der Großvater hatte es trotz seiner verhältnismäßig guten Bildung geschäftlich niemals zu etwas bringen können; ja, es herrschte sogar sehr oft große Not in der Familie, und manches Mal mußten am Freitag silberne Sachen verpfändet werden, damit Sonnabendabends etwas Geld im Hause war. Dies war natürlich nur der Fall, solange die Söhne Karl und Adolph noch nichts verdienten. Als dieser Zeitpunkt gekommen, war keine Not mehr im Elternhaus. Die Großeltern konnten nunmehr gebrauchen, soviel sie wollten; die Söhne gaben willig jeden Betrag zur Bestreitung des Haushalts. Daher kam es auch, daß die ersten Erdbeeren, die feilgeboten wurden, bei der „Großmutter hierneben“ (so wurde sie von uns Kindern genannt, weil wir nebeneinander wohnten) schon mit Sahne zubereitet, von uns Enkel mit Vorliebe bei ihr verzehrt wurden. Und wenn erst die jüdischen Feiertage kamen, bei denen das gute Futtern für uns Kinder die Hauptrolle spielte, waren wir die anhänglichsten Enkel; besonders am Osterfest, wenn es zu Mazzoth das berühmte Pökelfleisch mit Meerrettich gab, und zu Purim, an welchem Tage Kreppeln und Eierpunsch nicht fehlen durften.
Es ist merkwürdig, wie Großmutter stets für alle derartigen Leckerbissen sorgte, obwohl sie, seitdem ich sie kannte, immer leidend war. Sie hatte eine Art Lähmung in einem Arm und einer Hand und saß stets neben einem Gefäß heißen Wassers, in das sie die Hand hielt, um den Schmerz zu betäuben. Nie dachte sie an Ausgehen, höchstens ließ mein Vater hin und wieder einen Wagen kommen, in dem er mit seiner Mutter eine Stunde spazieren fuhr. Ihre Hauptfreude war, am Fenster zu stehen und zu beobachten, was sich auf der Straße abspielte, und so hatte sie auch vor ihrem Fenster einen „Spion“, das ist ein eigens geschliffener Spiegel, durch den man, je nach der Stellung, sehen konnte, wer in noch so weiter Entfernung die Straße heraufkam. Ihr Kanarienvogel, der von ihr mit rührender Liebe gepflegt wurde, saß gewöhnlich auf ihrer Schulter und zupfte an ihrem Ohrläppchen. In Cassel hieß Großmutter „die schöne Julie“ , weil sie durch ihre Schönheit in der Jugendzeit aufgefallen war. Aber auch im Alter konnteman noch die Spuren einstiger Schönheit sehen. Die Bilder, die im Besitze meines Bruders Hugo sind, lassen erkennen, welch schöne Gesichtszüge die Großeltern noch in den späten Jahren aufzuweisen hatten.
Der Großvater war bis in sein hohes Alter gesund und, ich möchte sagen, vergnügungssüchtig; er hatte zu Hause wenig Ruhe und mußte, wenn er sein Tagewerk vollbracht hatte, immer noch eine kleine Abwechslung haben. Meistens, zum Leidwesen meines Vaters, saß er im sogenannten Geschäftsbureau und wußte durch Privatunterhaltung die Kunden zu „fesseln“. Abends ging er gern ins Theater, in Konzerte oder sonstige Künstlerveranstaltungen. Dabei hatte er das merkwürdige Talent, daß er überall, ohne Eintrittskarte zu lösen, hineinkam. Gelang es ihm einmal nicht, dann gab er sich als „Vater vom Tageblatt“ zu erkennen und erreichte auf diese Weise sein Ziel.
So lud er mich einmal ein - ich war vielleicht sieben oder acht Jahre alt -, ein, mit ihm ins Theater zu gehen, und zwar wurden „Die lustigen Weiber von Windsor“ gegeben. Tagelang vorher hatte er davon gesprochen und blieb, trotz des Widerspruchs meiner Eltern, bei seinem Vorhaben. Was der erste Theaterabend für ein Kind bedeutet, brauche ich wohl nicht zu schildern, aber dieses Erlebnis ist nicht mit wenigen Worten abgetan. Also der Abend kam heran, und ich marschierte mit dem alten Herrn zum Hoftheater. Er ließ mich im Vorraum warten, bis er mich holen würde, das heißt, bis er mich auch hineinschmuggeln könnte. Leider ist es ihm aber vorbeigelungen. Meine Mutter und Freund Leschhorn gingen am gleichen Abend in die Oper, fanden mich im Vorraum erwartungsvoll stehend, und als ich ihnen erzählte, daß mich Großvater bald holen würde, gingen sie ins Theater. Sie saßen im zweiten Rang, der Großvater allein im Parterre. Als Mutter nach dem ersten Akt mich an der Seite des Großvaters vermißte, wurde sie stutzig und bat Leschhorn, nach mir Umschau zu halten. Er traf mich heldenhaft an derselben Stelle im Vorraum stehend, wo ich immer noch, aber vergebens, auf Großvater wartete. Leschhorn löste mir dann ein Galeriebillett, nahm mich mit in die zweite Rangloge, und so konnte ich wenigstens noch die zwei letzten Akte der schönen Oper sehen, von der ich natürlich kein Wort verstand, aber wahrscheinlich auch nicht verstanden haben würde, wenn ich sie von Anfang an gehört hätte. Eine kleine Familienszene zwischen Schwiegervater und Schwiegertochter war das Ergebnis meines ersten Theaterabends.
Es ist merkwürdig, wie Großmutter stets für alle derartigen Leckerbissen sorgte, obwohl sie, seitdem ich sie kannte, immer leidend war. Sie hatte eine Art Lähmung in einem Arm und einer Hand und saß stets neben einem Gefäß heißen Wassers, in das sie die Hand hielt, um den Schmerz zu betäuben. Nie dachte sie an Ausgehen, höchstens ließ mein Vater hin und wieder einen Wagen kommen, in dem er mit seiner Mutter eine Stunde spazieren fuhr. Ihre Hauptfreude war, am Fenster zu stehen und zu beobachten, was sich auf der Straße abspielte, und so hatte sie auch vor ihrem Fenster einen „Spion“, das ist ein eigens geschliffener Spiegel, durch den man, je nach der Stellung, sehen konnte, wer in noch so weiter Entfernung die Straße heraufkam. Ihr Kanarienvogel, der von ihr mit rührender Liebe gepflegt wurde, saß gewöhnlich auf ihrer Schulter und zupfte an ihrem Ohrläppchen. In Cassel hieß Großmutter „die schöne Julie“ , weil sie durch ihre Schönheit in der Jugendzeit aufgefallen war. Aber auch im Alter konnteman noch die Spuren einstiger Schönheit sehen. Die Bilder, die im Besitze meines Bruders Hugo sind, lassen erkennen, welch schöne Gesichtszüge die Großeltern noch in den späten Jahren aufzuweisen hatten.
Der Großvater war bis in sein hohes Alter gesund und, ich möchte sagen, vergnügungssüchtig; er hatte zu Hause wenig Ruhe und mußte, wenn er sein Tagewerk vollbracht hatte, immer noch eine kleine Abwechslung haben. Meistens, zum Leidwesen meines Vaters, saß er im sogenannten Geschäftsbureau und wußte durch Privatunterhaltung die Kunden zu „fesseln“. Abends ging er gern ins Theater, in Konzerte oder sonstige Künstlerveranstaltungen. Dabei hatte er das merkwürdige Talent, daß er überall, ohne Eintrittskarte zu lösen, hineinkam. Gelang es ihm einmal nicht, dann gab er sich als „Vater vom Tageblatt“ zu erkennen und erreichte auf diese Weise sein Ziel.
So lud er mich einmal ein - ich war vielleicht sieben oder acht Jahre alt -, ein, mit ihm ins Theater zu gehen, und zwar wurden „Die lustigen Weiber von Windsor“ gegeben. Tagelang vorher hatte er davon gesprochen und blieb, trotz des Widerspruchs meiner Eltern, bei seinem Vorhaben. Was der erste Theaterabend für ein Kind bedeutet, brauche ich wohl nicht zu schildern, aber dieses Erlebnis ist nicht mit wenigen Worten abgetan. Also der Abend kam heran, und ich marschierte mit dem alten Herrn zum Hoftheater. Er ließ mich im Vorraum warten, bis er mich holen würde, das heißt, bis er mich auch hineinschmuggeln könnte. Leider ist es ihm aber vorbeigelungen. Meine Mutter und Freund Leschhorn gingen am gleichen Abend in die Oper, fanden mich im Vorraum erwartungsvoll stehend, und als ich ihnen erzählte, daß mich Großvater bald holen würde, gingen sie ins Theater. Sie saßen im zweiten Rang, der Großvater allein im Parterre. Als Mutter nach dem ersten Akt mich an der Seite des Großvaters vermißte, wurde sie stutzig und bat Leschhorn, nach mir Umschau zu halten. Er traf mich heldenhaft an derselben Stelle im Vorraum stehend, wo ich immer noch, aber vergebens, auf Großvater wartete. Leschhorn löste mir dann ein Galeriebillett, nahm mich mit in die zweite Rangloge, und so konnte ich wenigstens noch die zwei letzten Akte der schönen Oper sehen, von der ich natürlich kein Wort verstand, aber wahrscheinlich auch nicht verstanden haben würde, wenn ich sie von Anfang an gehört hätte. Eine kleine Familienszene zwischen Schwiegervater und Schwiegertochter war das Ergebnis meines ersten Theaterabends.
Großvater war Kommissionär, so stand es im Adreßbuch. Er vermittelte Hypotheken, verkaufte und kaufte im Auftrag seiner Kundschaft Häuser und Grundstücke und schlug sich auf diese Weise gut und redlich durch. Er arbeitete auch mit den hessischen Prinzen und war, wie er selbst so gern sagte, sehr beliebt bei diesen hohen Herrschaften. Er sprach perfekt französisch. Dieses Sprachtalent machte auf mich als Kind schon einen großen Eindruck.
Ich entsinne mich, wie er einem Franzosen, der auf der Gewerbeausstellung im Jahre 1870 unserer Firma Geld schuldete, nicht auf gut deutsch, sondern auf gut französisch die Meinung sagte. Diese französischen Kenntnisse erwarb sich Großvater in der Zeit, als Jerome in Kassel residierte. Vom Militärdienst in der französischen Armee wurde er, nach anhängendem Schriftstück, befreit, bekam aber dann am Hofe Jeromes eine Stellung als Magazinier. Aus dieser Zeit stammen auch die herrlichen Kunstwerke, die Großvater nach der Flucht Jeromes erworben hatte. Meine Mutter erzählte mir, daß die Großeltern ein vollständiges Service aus chinesischem Porzellan, lebensgroße Negerknaben aus echt französischer Bronze, sogenannte Girandolen, und sonstige Kostbarkeiten in Bronze, Silber und Kristall in Menge besessen hätten. Der schöne Schreibsekretär, der in unseren Besitz übergegangen ist, stammt auch aus dieser historischen Zeit des „Königs Lustig“.
In der angefügten Sammlung von Schriftstücken befindet sich auch eine Verfügung, wonach Großvater im Mai 1815 vom Kurfürsten Wilhelm zum Hofagenten ernannt worden ist. Merkwürdig ist es wohl, daß die Ernennung zu Hoflieferanten in unserer Familie sich so oft wiederholte. Das dem Gesuch um Erteilung des Titels beigefügte Zeugnis lautet:
Dem hiesigen Handelsmann, Herrn Abraham Herz Gotthelft, welchen ich seit achtzehn Jahren kenne, kann mit Vergnügen der Wahrheit gemäß das Zeugnis eines rechtlich und redlichen Benehmens hierdurch auf Verlangen erteilen zu Kassel am 26ten April 1815.
(Siegel) Treusch von Buttlar, Kurhess. Major.“
Die beiden Schriftstücke bei Genehmigung des Titels haben folgenden Wortlaut:
Extract Geheimes Raths-Protcolls.
Cassel, den 16ten Mai 1815.
Das Gesuch des Handelsmanns Abraham Herr Gotthelft dahier, um Beylegung des Characters als Hofagent, betreffend.
Ref.: Wird der Supplicant die Erlegung von Einhundert Rthlr. an die Zuchthaus-Casse durch Quittung bei Geheimer Land-Canzley nachweisen, so soll dessen Gesuch gnädigst deferiert werden.
vd. Fr. Schminke.
***
Demnach Wir dem hiesigen Handelsmann Abraham Herz Gotthelft den Charakter als Hofagent gnädigst beygelegt haben, so werden diejenigen, welche es angeht, sich hiernach unterthänigst zu achten und ihn, Hofagenten Gotthelft, in dieser Eigenschaft zu erkennen wissen.
Cassel, den 16ten Mai 1815.
( Siegel ) Wilhelm K. vt. Schmerfeld.
Gnädigstes Rescript für den Hofagenten Gotthelft, allhier.
***
Bevor ich nun das Kapitel über das Großelternhaus väterlicherseits endgültig beende, will ich noch über die Feier der goldenen Hochzeit berichten, die wir am 20. Juli 1866 begingen. Lange vorher hatte man sich in unserer Familie auf dieses seltene Fest gefreut und die weitestgehenden Vorbereitungen getroffen, um unsere goldenen Eheleute würdig zu feiern. Die auswärtigen Kinder hatten selbstredend ihr Erscheinen zugesagt, Enkel und Freunde hatten Aufführungen einstudiert — kurz, die Feier war gründlich vorbereitet.
Plötzlich brach der Krieg zwischen Preußen und Österreich aus, der für uns Hessen von ganz besonderer Bedeutung sein sollte. Der König von Preußen verlangte vom Kurfürsten von Hessen Neutralität, der Kurfürst lehnte dies Ansinnen ab und stellte sich auf die Seite der Österreicher. Die Folge davon war, daß Preußen dem kleinen Hessenland kurzerhand den Krieg erklärte. Ohne Schwertstreich konnte es das Hessenland annektieren, der Kurfürst floh in der Nacht vom 19. zum 20. Juni nach Prag, und die Preußen zogen am 20. Juni, als Sieger, in die bisher kurfürstliche Residenz Kassel ein.
Ich war damals 9 Jahre alt und ging in die Jägersche Vorschule, die in der Fünffensterstraße in dem Hause war, welches früher französisches Hospital hieß. Wir kamen an dem Morgen aber nicht bis dahin, denn in der Königsstraße und auf dem Friedrichsplatz standen bereits die Preußen, die durch die Frankfurter Straße ihren Einzug gehalten hatten. Jedes Haus in Kassel bekam natürlich Einquartierung, denn die vielen Truppenmassen mußten doch untergebracht werden. Das Großelternhaus wurde selbstverständlich — trotz der goldenen Hochzeit — von der Einquartierungskommission nicht verschont, und somit schien die Festesfreude dahin.
Die Preußen, die in das großelterliche Haus kamen, glaubten zuerst, daß die mit Girlanden und Blumen geschmückten Räume für ihren Empfang in so würdiger Weise hergerichtet wären. Als sie aber hörten, welches Fest hier gefeiert werden sollte, wurde die Einquartierung von ca. 12 Soldaten abkommandiert und gegen 2 oder 3 Offiziere vertauscht, die dann kräftig mitfeierten. Wir ließen uns aber auch durch das Kriegerische unserer Umgebung nicht in unserer Feststimmung stören. Das Festmahl, das am Abend im Hotel Sichel geplant war, fand alsdann in der Wohnung von Onkel Carl Gotthelft in ungetrübter Weise statt. Eine genaue Beschreibung dieses Festes ist im Druck erschienen; ich füge sie diesem Heftchen bei. -
Großvater sowie Großmutter erreichten ein hohes Alter. Ersterer starb, 81 Jahre alt, am 27. Januar 1871. Die Beerdigung fand am Tage der Kapitulation von Paris, am 29. Januar, unter Glockengeläute und Salutschüssen statt. Großmutter erreichte ein Alter von 78 Jahren und folgte ihrem Lebensgefährten am 2. November 1875.


