#MeToo in fiktionalen und autobiografischen Texten


In Vorbereitung auf meine biografische Skizze über Bertha/Sybil habe ich Romane, Novellen, Erzählungen gelesen, die in der Filmindustrie spielen. Hinzu kamen Autobiografien von Schauspielerinnen und männlichen Filmschaffenden.

Auf dieser Unterseite zitiere ich aus den Werken die Passagen, die eine Me Too-Erfahrung schildern bzw. andeuten, dass von Entscheidern in der Branche sexuelle Gegenleistung für Karrierechance eingefordert wurden.

Filmkomparsin Maria Weidmann

Roman von Grete Garzarolli,
i. e. Grete Scheuer (1900-1988),
Berlin (Rowohlt) 1933, S. 152ff.


Maria Weidmann wächst behütet in einer Kleinstadt auf. Nach ihrem ersten Kinobesuch hat sie nur noch den Wunsch, die provinzielle Enge hinter sich zu lassen und in Berlin Karriere als  Filmschauspielerin zu machen.


Ohne Wissen und Zustimmung ihrer Eltern reist Maria in die Großstadt. Schnell muss sie erkennen, wie schwierig es ist, in der Filmbranche Fuß zu fassen. Sie schlägt sich als Komparsin durch, der Hunger wird zu ihrem fast ständigen Begleiter. In höchster Not entschließt sie sich zur Prostitution.


Als sie endlich zu Probeaufnahmen für eine Hauptrolle eingeladen wird, scheint das Blatt sich zu wenden. Jedoch weigert sich der weibliche Star der Produktion, mit Maria zusammenzuarbeiten. Daraufhin lädt ein Hauptverantwortlicher der Filmgesellschaft sie zu einer Unterredung in sein Büro ein...


Hier gibt es die Me-Too-Passage als PDF-Download.


Sybil Morels/Bertha Gotthelfts Roman